Besuch beim Suppen-Dom

Kira´s Version gibt es hier nachzulesen: https://kuiwzss.wordpress.com/2020/09/30/zu-besuch-beim-suppendom/

Es begann alles mit einer Nachricht von Daniel. „Dilara, von x-y ist Kira bei mir. Habt ihr nicht Lust, dazu zu kommen?“ Natürlich hatten wir! Vorher gab es auch schon Treffen: Daniel mit mir, Daniel mit Buddy, alle vier zusammen auf einer denkwürdigen Wintersonnwendfeier und einem tollen Workshop. Das waren jedesmal…. nun, interessante Erlebnisse auf jeden Fall, gelacht und viel geredet haben wir auch immer. Diesmal sollte es also im Hauptquartier des Suppen-Dom sein, mit etwas mehr Zeit. Er schrieb mir kurz vor unserer Abfahrt noch einen Wunsch von Kira, ich eskalierte beim packen ein wenig und legte unsere neuesten Errungenschaften von https://www.baumwollseil.de/#Start dazu. Noch eine Tüte Lakritze für Daniel dazu (UNBEDINGT IMMER MITBRINGEN!) und los ging es.

Wir kamen abends an und Kira öffnete uns die Tür in einem atemberaubenden Neglige. Wir waren beide erstmal mit schauen und sabbern beschäftigt (Ja, Daniel – da habe ich mich wirklich vernachlässigt gefühlt!). Die Begrüßung war auch sehr typisch „Siehst Du durchgevögelt aus!“ – „Bin ich leider nicht“ – „Oh. Wir übrigens auch nicht“ Nachdem das geklärt war, machten wir es uns gemütlich. Erstmal mit Kaffee und Pizza im Esszimmer, danach weiter ins Wohnzimmer. Kira natürlich immer noch in ihrem Hauch von Nichts, herrlich.

Daniel lag auf dem Sofa, Kira saß auf dem Boden vor ihm, ich saß auf dem anderen Teil des Sofa mit Buddy zu meinen Füßen. Die Szene alleine war schon wunderschön. Wir redeten, kicherten, erzählten uns ziemlich viel und fühlten uns einfach wohl miteinander. Irgendwann kniete Kira unter einem Vorwand auf dem Sofa, Kopf in der Ecke, Hintern zu uns. Zuerst wurde sie nur von Daniel gespankt, dann durfte Buddy auch mal ausprobieren, teilweise auch die beiden zusammen. Ich suchte in der Zwischenzeit den Mitbring-Wunsch heraus: Die Spike-Handschuhe. Kira kannte sie schon kurz von früher, diesmal sollte das spielen aber ein wenig länger gehen. Ihr Hintern war schon wunderschön vorgewärmt und rot, als ich ganz vorsichtig mit den Handschuhen anfing, darüber zu streicheln. Sie kicherte, drehte sich weg, kicherte wieder, stöhnte auf… Bis Daniel ihre Füße festhielt und wir es zu einem wunderschönen Gemeinschafts-Projekt machten: Zu dritt mit Spanking, Spike-Handschuhen, Drachenzunge, einem sehr schweren Lederflogger und einem Paddel. Zwischendurch gab es immer mal wieder Schmerzensschreie von Kira, Lachen von uns dreien und als wir drei hinter ihr anfingen zu diskutieren, was wir wann machen, kam vom Sofa ein entnervt-amüsiertes „Kriegt ihr das jetzt mal hin???“.

Sie zog irgendwann ihr Neglige aus und auch mir wurde langsam warm. Ich bemerkte, dass ich auch Lust bekam, bespielt zu werden. Ich wusste zwar nicht, bis zu welcher Intensität ich gehen kann – mir fällt das auf Playparties entschieden leichter, als bei Menschen, die ich kenne. Die Anonymität macht es mir leichter, mich fallen zu lassen und zu genießen. Dazu kam, dass Buddy mich bisher nur daheim bespielt hatte und noch nie, wenn irgendjemand dabei war. Aber dieser Moment war kurz und ich beschloss einfach, es zu riskieren. Selbst wenn ich einen Absturz hatte – ich hatte drei Menschen um mich herum, die mich auffangen konnten und denen ich das zutraute. Und das Wichtigste: Ich traute es mir zu.

Also zog ich mich bis auf meine Strümpfe aus und kniete mich neben Kira auf die Couch. Buddy brauchte nicht lange eine Einladung, er fing mit Spanking an und ging dann zu Flogger und den anderen Schlaginstrumenten über. Zwischendurch machte Daniel glaube ich auch bei mir mit, ich bin mir aber nicht mehr sicher. Ich weiß nur noch, das die beiden Herren sich einen Spaß daraus machten, im Rhythmus zu spanken und uns im Rhythmus entsprechend quietschen zu lassen. Als Buddy den schweren Flogger dann nahm und mich bei jedem „Autsch“ ermahnte, dass ich heute aber gar nichts vertragen würde, reichte es mir dann…. ich schnappte mir den Flogger und schlug ihn erstmal kräftig um seine Beine. Switchen ist etwas so Schönes….

Es dauerte also nicht lange, dann kniete er neben Kira auf der Couch, nur in Shorts. Daniel hatte sein Hemd auch schon lange ausgezogen. Ich genoss es so sehr, seine ganze Rückseite zu bearbeiten, mit dem Flogger, dem Paddel, der neunschwänzigen, den Spike-Handschuhen. Jede Regung, jedes Stöhnen, jedes Zähneknirschen sog ich auf und genoss es, dass er es mir zum Geschenk machte. Irgendwann umarmte Daniel Kira, brachte ihr etwas zum Trinken, wickelte sie in eine Decke und brachte sie ein wenig runter. Sie legte sich dann neben Buddy und nahm seine Hand… das alleine war schon ein wunderschönes Bild. Daniel gestikulierte mir, ob Buddy Wachs mochte. Oh ja, und wie…. (Blogeintrag dazu kommt bald!). Als der echte Romantiker, der Daniel nun mal ist, holte er also Kerzen, sogar in drei Farben. Er fing an, Buddy zu spanken, zum Teil ziemlich hart. Er wusste genau, wo er welche Reaktionen hervorrufen konnte und reizte das sehr aus, immer im Augenkontakt mit mir und genauer Beobachtung von Buddy. Ich saß neben Buddy mit einem Spike-Handschuh, hielt ihn damit am Nacken und unten und flüsterte ihm ins Ohr, bedeutete Daniel manchmal eine Änderung der Intensität. Ich spürte, merkte und roch es, dass das Tier in Buddy wieder erwachte. Seine Augen verengen sich, er fletscht die Zähne, sein Blick wird regelrecht mörderisch, seine Muskeln spannen sich an. Er versuchte, hochzukommen. Die ersten Male gelang es mir noch, ihn mit dem Spike-Handschuhen unten zu halten. Beim letzten Mal, als ich merkte, dass da förmlich ein Damm bricht, war es nur noch mit meiner Stimme. Ich sah ihn an und knurrte ihn an „Bleib. Unten. Verdammt nochmal“. Wir maßen uns mit den Blicken. Und er neigte den Kopf und legte ihn wieder auf das Sofa ab. Daniel hörte relativ bald danach mit dem Spanking auf und holte den Kerzenteller. Künstlerisch und romantisch, wie wir nun mal sind, bekam Buddy eine Kennzeichnung verpasst. Als Daniel den letzten Schliff angebracht hatte, bat ich ihn um ein scharfes Messer. Ich kniete mich zwischen Buddy´s Beine, legte ihm die kalte Klinge auf die Haut und flüsterte nur „Ruhig bleiben, hörst Du?“ Er hauchte nur „Ja, Mylady“ zurück – mit einer Stimme, die mich fast schmelzen ließ, voller Vertrauen und Hingabe. Ich schabte ihm das Wachs ganz langsam und möglichst viel Klingenkontakt vom Körper. Zwischendurch legte ich die Klinge auf die Haut und ließ sie nur vom Eigengewicht getragen, langsam in eine bestimmte Richtung gleiten. Das gibt hauchdünne, rot unterlaufene Kratzer, die ich sehr gerne mag.

Als Buddy vom Wachs befreit war, umarmte ich ihn, legte mich neben ihn, sah ihm in die Augen – und sah darin das Staunen. Darüber, was alles möglich ist, was wir auch zusammen alles tun können und wie sehr wir uns inzwischen vertrauen.

Daniel fragte mich danach, ob ich auch noch Wachs möchte – was für eine Frage. Wir tauschten also wieder die Plätze, Kira nahm diesmal meine Hand. Und die Herren verewigten sich mit einem ziemlich großen Kunstwerk auf meinem Rücken. Das heißt, sie versuchten es…. Bei Wachs kommt bei mir ziemlich schnell ein Punkt, an dem mein Körper vollkommen überreagiert. Es ist nicht so sehr ein Schmerz, sonders das Wachsgefühl generell: Die zähflüssige warme Masse, die langsam auf mir ihre Spuren zieht und dabei abkühlt, ein leichtes Spannungsgefühl an diesen Stellen… ich kann es gar nicht sagen, woran es liegt. Aber ich fange an zu lachen, schallend und völlig unkontrolliert. Die ersten Buchstaben gingen dadurch daneben und mussten – natürlich – wiederholt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann vorbei, ich völlig überreizt und mir tat alles von meinen Lach-Flashs weh. Diesmal kniete sich Buddy zwischen meine Beine und fing an, mich mit dem Messer von dem Wachs zu befreien. Langsam, methodisch, sehr sanft. Er merkte, dass ich völlig durch war und ging damit wunderbar um. Kira hielt auch dabei die ganze Zeit meine Hand fest und Daniel machte einige Fotos und Videos als Erinnerung.

Irgendwann sahen wir dann auf die Uhr und stellten fest, dass es halb drei ist… Wir hatten alle nicht gemerkt, dass es so spät war, wir hatten es so sehr genossen.

Jedes Paar ging dann zwar für sich duschen und auch in ein eigenes Zimmer. Am nächsten Morgen gab es Kaffee ans Bett geliefert (sogar zweimal!). Nach dem ersten Kaffee kam Kira in unser Zimmer getapst und kuschelte sich mit ein, Daniel kam dann mit dem zweiten Kaffee und blieb auch gleich.

Bisher hatte ich immer den festen Grundsatz, dass ich mit Freunden nicht spiele. Ich brauche dazu zu viel Gefühl und Commitment, ich kann unverbindlich schlicht nicht. Aber anscheinend kann ich das in so einem Arrangement dann doch. Wir waren alle (mehr oder weniger) nackt an dem Abend, wir lachten, stöhnten, redeten, experimentierten und es gab keinen Moment, an dem einer sich überflüssig oder seltsam vorkam. Vor ein paar Monaten / Jahren wäre ich in so einer Situation aufgeblüht, um dann danach zusammen zu brechen, mich zu schämen, mir Selbstvorwürfe zu machen, dass ich so bin, wie ich eben bin. Aber diesmal nicht, diesmal konnte ich einfach nur geben, nehmen, genießen, fliegen und halten.

Ich danke euch von Herzen für diese wunderschöne Erfahrung, die Leichtigkeit, das Lachen und eure Freundschaft.

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