Erniedrigung – ist das was für mich oder nicht?

Das Schöne für mich an der BDSM-Bubble sind die vielen Gespräche, die man vor der Beziehung führt (oder zumindest führen sollte. Falls das jemand mit euch nicht ausführlich macht, dann überlegt euch bitte, ob das für euch gut ist. Gerade als Anfänger kann das sehr böse schief gehen.). Natürlich wusste ich am Anfang auch nicht wirklich, was ich wollte. Ein paar Dinge waren mir klar, dass das Tabus sind: Deepthroat, Natursekt, Messer, Blut, Erniedrigung, permanente Kennzeichnung.

Wer meinen Blog ein bisschen länger liest, der weiß, dass sich das mit dem Rigger sehr geändert hat:

Er spielte mit mir (unblutig) mit Klingen und seitdem kann ich mir auch vorstellen, dass im Rahmen einer sehr vertrauten Beziehung und jemand sehr Erfahrenen auch mal blutig zu versuchen.

Er fing auch immer wieder mit verbaler oder körperlicher Erniedrigung an, ich war seine Schlampe, sein Miststück, sein Fickstück, seine kleine notgeile Hure. Ich kniete vor ihm, hatte seine Schuhe im Nacken, zeigte mich, meine Lust und meinem Körper so offen wie noch nie.

Eines Morgens fand ich mich kniend in der Dusche vor ihm, er lächelte auf mich herab – und urinierte auf mich. Nichts auf Gesicht, sondern auf meinen gesamten Körper. Ich konnte ihn nur anstarren und zittern, war völlig fassunglos, was das mit mir machte. Er hob mich danach sanft auf, wusch mich, küsste mich immer wieder und trocknete mich ab.

Permanente Kennzeichnung kann ich mir inzwischen auch vorstellen, aber „nur“ als Symbol: Piercing, Tattoo (das ich sowieso machen wollte), Schmuck.

Das alles war aber, bevor ich selber merkte, dass ich Switcher bin. Ich habe mich noch nie gefragt, ob ich aktiv oder passiv „härter“ bin, das spielt auch keine große Rolle. Ich merke nur immer wieder mit großer Freude, das sich auch aktiv sehr viel ändert und verschiebt.

Der Russe und ich hatten länger nicht mehr gespielt. Passiv war schwer bei mir, weil es mich immer mal wieder an den Rigger, die Zeit mit ihm und vor allem das heftige Ende, das ich lange nicht verarbeiten konnte, erinnerte. (Übrigens: Auch das zeichnet meiner Meinung nach einen guten Dom aus: Eine Sub auch vor und nach dem Ende respektvoll zu behandeln und nicht einfach in die Abstellecke zu schieben – just sayin‘). Aktiv war aber auch ziemlich schwierig, die letzten Spiele waren schief gegangen, ich hatte Signale falsch gedeutet, zu wenig gefragt, zu viel interpretiert. Die allgemeinen Umstände waren für mich, für uns sehr erschöpfend und wir fanden einfach nicht mehr den Zugang dazu. Das ging so weit, dass sich der Russe das Halsband nicht mehr anlegen lassen wollte, weil es bei ihm zu viele Erinnerungen weckte. Wir fanden aber auch dank einer Mediatorin eine Möglichkeit, darüber zu reden. Und auf einmal war sie wieder da, die Spiellust, bei uns beiden:

Ich hatte schon den ganzen Tag Lust dazu, Dich endlich mal wieder zu schlagen, neue Dinge auszuprobieren. Und ich hatte eine Idee, von der ich wusste, dass ich Dich damit zum Wahnsinn treiben konnte. Abends küsste ich Dich, lange, sinnlich, hart…. holte das Halsband und legte es Dir endlich wieder um. Dieses Gefühl, des Leders und der Ketten, Deine Augen, Deine Hingabe, dieser Moment, in dem die Zeit stehenbleibt…

Ich betrachtete Dich eine Zeitlang, genoss den Anblick, lies uns beiden Zeit, in der Session anzukommen… und raunte Dir dann zu „Zieh Dich aus, geh in das Zimmer und richte alles romantisch her. Und dann knie Dich hin und warte auf mich“.

Ich zog mich in der Zwischenzeit um: Kurzes, halb durchsichtiges Neglige, Haare offen. Ich ließ mir mit Absicht Zeit, wollte Dich ein bisschen warten lassen, suchte mir auch ein paar schöne Schlagwerkzeuge heraus. Als ich in das Zimmer kam, wurden meine Erwartungen noch übertroffen: Kerzenlicht, Du in der Mitte, nur mit Halsband, kniend, Oberkörper abgelegt, Handflächen nach vorne. Ich ging ein paarmal um Dich herum, berührte Dich, spürte Deine Reaktion, sah Deine Gänsehaut. Flüsterte Dir zu, dass Du so bleiben sollst und ging ganz bewusst wieder aus dem Zimmer, hörte Dein Seufzen und Deine Ungeduld aus Deiner Stimme….. ich sammelte die Schlagwerkzeuge zusammen, nahm ein paar Seile und ging wieder zu Dir hinüber, legte in aller Ruhe die Sachen auf einen Tisch und genoss die Vorfreude, sah Dich vibrieren vor Ungeduld.

Wieder ging ich um Dich herum, genoss jeden Augenblick davon, jeden Zentimeter Deiner Haut, jeden Atemzug von Dir. Ich nahm ein paar leichtere Schlagwerkzeuge (Flogger, meine Hand) und fing an, Dich aufzuwärmen, Deinen Rücken, Deinen Hintern, Deine Schultern… Du liebst das und hast entsprechend reagiert, aber Dich noch zu viel bewegt für meinen Geschmack. Also legte ich den Flogger wieder beiseite, lies Dich wieder warten und ging wieder nach draußen. Dein Seufzen hörte ich sehr wohl, aber Du bliebst, wo Du warst. Wieder lies ich mir Zeit, holte ein paar Seile und ging wieder zu Dir ins Zimmer. Ich nahm die Spreizstange und wärmte sie auf Deinem Rücken auf, lies Dich dann die Beine spreizen und fesselte Deine Knöchel daran fest. Weil ich noch Seil übrig hatte und Du immer noch etwas unruhig warst, fesselte ich kurzerhand Deinen Schwanz und Deine Hoden mit ein. Da dies unser erster Versuch in diese Richtung war, fesselte ich absichtlich mit viel Luft, ich wollte ja, dass Du es genießt. Nun warst Du einigermaßen bewegungsunfähig und ich konnte endlich richtig anfangen – mit Flogger, Gerte, Drachenzunge…. ich hatte noch andere schöne Dinge bereit gelegt, aber heute war mir nach Nähe zu Dir, nach keinem „Schnickschnack“, sondern nach Dir, nach Haut, nach Schmerzen, nach Spuren, nach Deinem Stöhnen und Deinem Seufzen. Ich reizte Dich, schlug Dich, streichelte Dich, ging um Dich herum, flüsterte Dir Gemeinheiten und schöne Dinge ins Ohr und genoss jede Deiner Reaktionen. Nach einer gewissen Zeit erlöste ich Dich aus der Stellung, Du warst die ganze Zeit auf Knien geblieben. Die Abfesselung war fast so schön wie die Hinfesselung, das Seil machte wunderschöne Reaktionen bei und mit Dir. Ich hatte einen Plan, einen richtig fiesen Plan…. also setzte ich Dich auf einen Stuhl, verkehrt herum, die Lehne zwischen Deinen Beinen. Auch dort fesselte ich Dich, diesmal mit den Handgelenken zusammen und an die Lehne, ebenso die Fußknöchel an die Stuhlbeine. Die Fesselung war sehr viel fester, ich wusste, das sie einiges aushalten musste.

Und wieder ging ich aus dem Zimmer, lies Dich mit großen Augen voller Sehnsucht und einigen Fragezeichen darin wieder alleine. Kam zurück mit dem Handy und einigen Kerzen, die ich auch gleich anzündete. Damit wir es schön romantisch haben. Ich machte ein Foto von Dir, dort auf diesem Stuhl, gefesselt, wehrlos, ziemlich erregt…. Deine Blicke gaben mir alles, was ich brauchte: Wildheit, Lust, Wut, Ausgeliefertsein…. es war wunderschön, Dich so zu sehen.

Du saßest mit Absicht vor dem Sofa im Eck, auf das ich mich jetzt setzte. Mit breiten Beinen, damit Du siehst, dass ich ein Hauch von Nichts darunter trage. Dein Blick wurde wilder und Du hast da schon versucht, Dich zu befreien. Ich stand wieder auf, ging um Dich herum, streichelte Dich, Deinen Rücken, Deinen Nacken, Deinen steifen Schwanz… Du warst voller Erregung, zwischen betteln und mich verfluchen. Mir war das zu viel und zu laut, also zog ich meinen Slip aus und steckte ihn Dir in den Mund. Natürlich lies ich ein Stück Stoff so heraushängen, dass Du meinen Geruch riechen konntest, ich weiß ja, wie sehr Du das liebst.

Wieder versuchtest Du Dich zu befreien, aber die Fesselung hielt. Ich lächelte mein fiesestes Lächeln und Du hattest immer noch keine Ahnung, was ich jetzt tun wollte. Ich setzte mich in die Ecke des Sofas, Du konntest mir wieder genau zwischen die Beine schauen – und diesmal war ich nackt. Langsam rutschte ich nach vorne und schob den dünnen Stoff damit noch weiter hoch, so lange, bis ich mit nacktem Unterkörper vor Dir lag. Du sahst mich an, Deine Augen wurden noch wilder, Du zerrtest an den Fesseln, stöhntest und schriest in Deinen Knebel. Ich sag Dir unverwandt in die Augen, legte meine Beine auf Deine, so dass ich noch weiter gespreizt war und Du jede Bewegung von mir wahrnehmen konntest. Mehrmals fragte ich nach, ob Du mich gut siehst, ob Du mich riechst und bekam ein Nicken und wildes Stöhnen und Knurren zur Antwort. Aber die Fesselung hielt. Ich legte mich zurück, so dass ich Dich noch sehen konnte – und fing an, meine Klit zu streicheln. Langsam, ausgiebig, mit viel Zeit und viel Hingabe….. Dich dabei zu sehen wie Du es erst gar nicht fassen konntest, dann immer mehr und immer wilder an der Fesselung gezerrt hast…. alleine der Gedanke daran macht mich jetzt immer noch an.

Ich rutschte näher zu Dir, hörte Dich heiser stöhnen und etwas durch den Slip sagen, sah Deine wilden Blicke, Deine Augen, die das Tier so deutlich zeigten… und machte einfach weiter. Ich schob mir einen Finger hinein, streichelte mich gleichzeitig und lag breitbeinig vor Dir. Wie sehr mich diese ganze Situation anmachte… Du sahst und rochst es natürlich, Du warst ja nur noch Zentimeter von mir entfernt.

Nach einiger Zeit (ich weiß wirklich nicht mehr, wie lange) stand ich auf. Ich legte Dir meine Finger an die Nase, ließ Dich noch mehr von meinem Geilheits-Geruch einatmen. Lächelte hinterhältig – und ging mal wieder aus dem Raum. Ich hörte Dich guttural stöhnen und an den Seilen zerren und genoss es so sehr. Langsam kam ich wieder herein, fixierte Dich mit meinem Blick und ging auf Dich zu. Im Vorbeigehen nahm ich die zwei Kerzen vom Tisch und trat hinter Dich. Du bemühtest Dich, dass Du etwas sehen kannst – aber leider ging das schlecht, ich hatte Dich natürlich nicht losgebunden. Ich trat nahe an Dich heran, so dass Du mich spüren konntest. Und langsam ließ ich die ersten Wachstropfen über Deinen Rücken rinnen. Du holtest tief Luft und legtest den Kopf in den Nacken, die Augen geschlossen. Ich fasste Dich unter das Kinn, legte Deinen Kopf an meinen Bauch und tropfte Dir Wachs über die Oberarme. Diverse Stellen von Dir verzierte ich mit rotem und schwarzen Wachs – Schultern, Nacken, Arme, Rücken, Oberschenkel…. ich sah Dir zu, wie dieser so andere Schmerz Dich wieder herunter holte, aus dem Tier heraus, wie Du voller Genuss förmlich dahingeschmolzen bist. Ich stellte die Kerzen wieder auf dem Tisch ab und nahm das scharfe Messer, das auch dort lag. „Ruhig jetzt. Ganz still halten, hörst Du?“ Du machtest die Augen auf, mit diesem seltsamen und wunderschönen entrückten Blick und nicktest. Langsam und ruhig schabte ich Dir das Wachs vom Körper, küsste Dich dabei, hielt Dich still und passte genau auf jede Bewegung von Dir auf. Als alles Wachs entfernt war, fing ich an, die Fesselung zu lösen. Auch da nahm ich mir Zeit, löste die Knoten mit viel Seilspannung, hielt Dich, fasste Dich an, ließ Dir Zeit, herunter zu kommen, wieder bei mir anzukommen.

Ganz am Schluss ließ ich die Seile fallen, um Dich herum, half Dir aufstehen, nahm meinen Slip aus Deinen Mund. Du sahst mich nur an, lange.

Und dann warfst Du mich auf das Sofa und hast mich gevögelt, dass wir beide fast wahnsinnig wurden dabei.

Nie hätte ich gedacht, dass dieses Spiel etwas für mich ist – mit Deiner Lust und Deinem Schmerz zu spielen traute ich mir zu machte es gerne und oft. Aber diese Erniedrigungen – meinen Slip im Mund, Du darfst mich nicht anfassen, Du darfst nur zusehen – ich hätte nicht gedacht, dass das bei mir so große Erregung auslöst. Dass das bei uns so große Erregung auslöst.

Und ich habe jetzt schon eine Idee für die nächste Session…..

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